Mobile Ladeeinrichtung, wenn kein Netzanschluss verfügbar ist.
Mit dem Saisonkennzeichen ist meine Rockster ab November bis April im Winterschlaf.
Der Bedarf für das Laden der Motorradbatterie im eingebauten Zustand ist bei mir zufällig beim Durchlesen des Wartungshandbuches (Rockster) gekommen, demzufolge muss zum Ausbau der Batterie der Tank,
Ölkühler u.s.w. abgebaut werden. Eine Bordsteckdose aus dem BMW-Zubehör war schnell eingebaut, aber es fehlte in unserer Tiefgarage b.z.w. Winterquartier wie üblich ein Netzanschluss!
Ohne Nachladen der Batterie würde das unmittelbar zur langsamen Entladung führen, denn Selbstentladung, Borduhr und Steuergeräte ziehen ständig etwas Strom aus der Batterie. Halbleere Batterien über Monate abgestellt sulfadisieren
und bekommen irreparable Schäden, die Verwunderung kommt dann im Frühling!
Alle 4 Wochen wird mit dieser Ladeausrüstung die Batterie nach der bewährten UI -Ladekurve wieder nachgeladen (ca. 4 bis 6 Ah).


Dieser Aufwärtsregler für Normal und Gelakku kann recht kompakt aufgebaut werden und wird einfach an einen Spenderakku angeschlossen. Die Kapazität des Spenderakkus sollte
mindestens so groß wie der zu ladende Bordakku sein.
Der Aufwärtsregler wird mit R2 auf 17V eingestellt. Damit hat der Laderegler PB137 genügend Eingangsspannung für 1,5A Ladestrom.
Das Anschwingverhalten ist auch unter Volllast bestens, bei Fertiggeräten hatte ich immer wieder Probleme.
Diese Netzentstördrossel FED100u gibts fertig bei Reichelt, und hat genau 100 µH,Mit der Umschaltung können 2 unterschiedliche Ladespannungen für Säure oder Gelakku abgegeben werden.
Durch die geringe Verlußtleistung des Wandlers, reicht für das IC LM2577 ein kleiner Kühlkörper (8K/W), der PB137 braucht als Linarregler mehr Kühlfläche (4K/W).
Der PB137 ist kurzschlußfest und somit betriebssicher! Die Diode über dem Linearregler PB137 schützt das IC vor dem Rückwärtsstrom, wenn z.B. der Bordakku angeschlossen wird,Die Platine habe ich in ein kleines Kunststoffgehäuse gebaut und als Doghouse mit Doppelklebeband an den Spenderakku geklebt.
Der Vorteil: kann sehr preisgünstig und kompakt aufgebaut werden!
Die Möglichkeiten sind vielfältig - denkt aber immer an die Betriebssicherheit, denn das ganze Geschäft spielt sich wie bei mir
in der Tiefgarage ab und ein Kabelbrand im Auto o. ähnliches hätte schlimme Folgen!
Eine weitere kostengünstige Variante ist der Betrieb eines herkömmlichen Ladegerätes über einen Wechselrichter am Akku z.B. MCI 100 von Fa. Conrad für 28,45€

Blei Gelakku FIAM FGH 21803 Datenblatt
24.01.2012, reglermax