Mein Leserbrief zum Kommentar „Was bleibt, ist Bitterkeit“ in der Ausgabe AZ Nummer 36 vom 13. Februar 2007

 

 

Sehr geehrte Damen u. Herren,

 

Ihrem Kommentar von Jürgen Marks schließe ich mich voll an und setz noch einen drauf, denn wer kann garantieren, daß diese uneinsichtigen und doch intelligenten Außenseiter sich in unserem Staat resozialisieren lassen? Da meine ich eher, daß beide wieder da anknüpfen was sie vor Jahren auf hohem Level bei uns gemacht haben, Terrorismus. Die rote Armee Fraktion (RAF) hat sich zwar Gott sei Dank aufgelöst, aber brutalen Terrorismus gibt’s global mehr denn je zuvor. Eine El Kaida fragt bestimmt insgeheim bei keinem Sympathisanten nach Kultur und Religion, eher nach teuflischen Einfällen, Plänen  und wie man sie am Besten in der westlichen Welt realisieren kann. Christian Klar ersucht bei unserem Bundespräsidenten um Begnadigung, bereut aber keine seiner inhumanen und Verfassung gefährdeter Terrorakte, wie passt denn das zusammen? Ich denke, der will lieber heute als morgen seine Freiheit, um nach Pakistan unterzutauchen. Bei Bin Laden und Konsorten wären beide herzlich willkommen!

Ich bin gewiss kein Gegner von Resozialisierung im oder nach Strafvollzug, nur sollte das Risiko auf unsere Bürger und Staat gut abgeprüft werden und im Zweifel für die Sicherheit der Bürger und auch unseren Rechtsstaat entschieden werden, schließlich sind beide keine reuigen Ladendiebe.

Leider habe ich diesbezüglich meine Zweifel, denn wie oft haben sich unsere Sachverständige (Psychologen)  z. B. von Sexualstraftätern täuschen lassen?

Jene haben natürlich alles Mögliche getan, um ihre Freiheit so schnell wie möglich wieder zu erhalten und dann eben oft wieder ihren krankhaften Trieben in Klein, -oder Großhirn erlegen sind.

Ich denke dabei primär nicht mal an die Schuld der Straftäter, sondern an den  falschen Vollzug.

Die Taten und Opfer derer sind nicht mehr umzukehren und wer trägt dann die Verantwortung? Natürlich ist mir auch klar, daß es nirgendwo auf Erden hundertprozentige Sicherheit gibt und jeder Mensch fehlbar ist, dennoch ist das richtige Augenmaß, bei allen Beteiligten nach bestem Wissen und Gewissen, gefordert.

Selbstüberschätzung von Richtern und Sachverständigen bringt uns hier gewiss nicht weiter und stellt sogar, je nach Fall, für unser Volk und Staat ein hohes Risiko dar.

 

 

 

Rolf Grauer