Meine Erfahrungen mit Magen-Darm Problemen                                   

 

Der Darm ist m.E. viel sensibler, als die Mehrheit der Menschen annimmt. Der Mensch kann bei nicht beachtetem Nahrungsmittel – Unverträglichkeit,

über längere Zeit, organisch und seelisch krank werden. Das Kleinhirn steht über die Nervenbahnen mit allen Organen in Verbindung und steuert alle

wichtigen Körperfunktionen. Dazu sind natürlich Rückmeldungen von den Organen notwendig, die zur simultanen Regelung und Steuerung der

Körperfunktionen notwendig sind. Darüber hinaus bin ich der festen Überzeugung, dass auch im Kleinhirn, ähnlich wie im Großhirn, so genannte

vererbte und erlebte Erfahrungen des Körpers abgelegt sind. Mit diesen Informationen läuft automatisch, ohne Beteiligung des Bewusstseins, ein Alarm und Abwehrsystem, das z.B. auf bestimmte unverträgliche Nahrungsmittel, im Magen jedoch spätestens im Darm, reagiert.

 

Nicht jeder Mensch reagiert gleich auf bestimmte Nahrung. Was für viele gut und allgemein als gesund bewertet wird, kann anderen Menschen das Leben zur Qual machen! 

Bei Menschen mit Laktoseintoleranz (LI), Fruktose Intoleranz (FI), Reizdarmsyndrom (RDS) oder Allergien sprechen diese Mechanismen recht früh an,

setzen Signale wie Übelkeit, Erbrechen und/oder Durchfall u.v.m. und schränkt sie im täglichen Leben stark ein.

Dieser Erfahrungsschatz im Kleinhirn, vielleicht auch teilweise in den Darmzellen, kann natürlich in der Umwelt, mit der heutigen komplexen Chemie

total irritiert werden und damit auch die Verdauungsorgane der Menschen kräftig durcheinanderbringen. In schweren Fällen können schlimme Krankheiten verursachen werden. Wenn deshalb die Darmflora bestimmte Stoffe nicht zerlegen kann, führt das häufig im Darm zu starker Gärung und Blähung. Dabei kann die Darmflora durch entstehende Gifte geschädigt werden. Diese Gifte können über die Zellmembranen der Darmzotten ins Blut gelangen und Leber, Nieren und somit den ganzen Menschen belasten. Vermutlich führen diese Stoffe stärker zur Arteriesklose, als das überbewertete Cholesterin.

Ich meine, dass die Cholesterinhemmer viel zu oft eingesetzt werden und nur die Taschen der Pharmaindustrie füllt!

Die Chemie ist natürlich bei der Nahrungsmittelproduktion nicht mehr wegzudenken, zum Segen und zum Fluch, weil für manche Menschen eben bestimmte Nahrungsmittelzusätze, im einfachsten Falle, unverträglich sind. Von Spritzmitteln und Antibiotika-Gaben ganz zu schweigen. Da sehe ich die große Chance für unsere Biobauern, denn gute Ware wird auch gut ausgezeichnet und der gute Umgang mit Tieren sollte uns wichtig sein. Das Fleisch von solchen Tieren schmeckt viel besser, als von Tieren aus der Massentierhaltung, bei denen immer noch Antibiotika eingesetzt werden muss, damit sie noch ihr Schlachtalter erreichen.

Wer eine Antibiotika Anwendung an sich selber erlebt hat weiß, wie seine Darmflora darauf reagiert und anschließend erstmal wieder kuriert werden muss!

Zudem ist die profitable Massentierhaltung für die Tiere und Umwelt sehr schädlich und belastend! Außerdem ist der hohe Fleischkonsum bei vielen Menschen schädlich.

Die damit notwendige exzessive Landwirtschaft lässt sich nur noch durch massiven Einsatz von Kunstdünger betreiben. Die Folgen sind riesige Erträge von wässrigen, geschmacklosen und mineralarmen Produkten, die im Körper zu Mangelerscheinungen führen können!  Zu dem unser Grundwasser durch Nitrate belasten.

Der Verbraucher bestimmt die Qualität!  Weil die Mehrheit Billigprodukte aus Discountern kaufen, wird sich so schnell nichts ändern!

Außerdem macht die ständige Aufnahme von Antibiotika über das Fleisch, die Wirksamkeit als starkes Arzneimittel, bei Bedarf, unwirksam. 

Wie Untersuchungen beweisen, wurden speziell in solchen "Industriebetrieben" verstärkt MRSA, also Antibiotika resistente Keime festgestellt, die für den Menschen äußerst schwer zu behandeln, oder gar tödlich sein können! Antibiotika wird dadurch leider unwirksam! Immer häufiger tauchen MRSA-Keime, meist über Patienten und Besucher eingeschleust, in Kliniken auf!

 

Kein Mensch reagiert gleich auf bestimmte Stoffe, deshalb sollten alle Nahrungsmittel zumindest nach ihren Zusätzen, einheitlich gekennzeichnet, oder gar verboten werden!

Von Vorteil wäre es, wenn jeder Mensch zumindest auf die Signale seines Körpers besser achten, und sein Essen kritisch prüfen würde.

Im Bedarfsfall sollten auch Beschwerden auf bestimmtes Essen notiert werden, um über längere Zeit seine persönlichen Erfahrungen jederzeit verfügbar zu haben.

Bei Nahrungsmittel - Unverträglichkeiten z.B. LI fehlt das Enzym Laktase, welches normalerweise im Dünndarm produziert wird. Kennt der Mensch den Mangel, so kann er z.B. Laktase zu Mahlzeiten mit Milchzucker einnehmen und somit ausgleichen. Das verhängnisvolle dabei ist nur zu erkennen, wo überall der Milchzucker (verdeckt) benutzt wird. Wer weiß denn schon, dass Milchzucker in Brühwürsten, Saucen, Gebäck und vielen Fertiggerichten ohne Kennzeichnung, verwendet wird.

                             

Ärzte verordnen oft eine Vielzahl von Arzneien, weil in unserem teuren Gesundheitssystem der Profit im Vordergrund steht! Die Pharmaindustrie schaut schon, dass ihre Produkte auch verschrieben werden! Bei Patienten sollten zuerst die einfachen Symptome abgecheckt werden, bevor daraus durch Fehldiagnose und Pillen womöglich eine Krankheit entsteht!

Natürlich gibt es auch gute Medikamente und Nahrungsmittelergänzungen, mit deren Hilfe fehlende Verdauungsenzyme, auf Grund von Organschwäche, ergänzt werden.

Verdauungsprobleme können auch durch zu wenig Gallensaft bei der Fettverdauung, oder durch eine gestörte Darmflora auftreten. Die Folge sind starke Gärung im Darm, weil Fette und Eiweis nicht mehr richtig aufgespalten und verwertet werden können. Außerdem wird damit das Immunsystem belastet, oder gar eingeschränkt!

Bei einer gestörten Darmflora nehme ich Omni BioTic mit 10 unterschiedlichen Darmbakterien ein. Bei fettem Essen nehme ich zur Unterstützung der Verdauung Pillen mit Artischokenkonzentrat ein.

Fertigprodukte meiden wir nach Möglichkeit, denn da werden häufig Kokosöl/Fette, Glukosesirup und Milchzucker verwendet, die wir schlecht vertragen.

 

15.06.2020, Rolf Grauer